Deutsch-Drahthaar
Zwinger
vom Venusberg
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Diese Seite ist meinem Vater Dr. Otto Bernhard Plagge gewidmet. |
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Historie Zwinger v. Venusberg Jeder Zwinger fängt mit der „besten Hündin der Welt“ an! Für meinen Vater, Dr. Otto Plagge war dies Bessi vom Absberg. Gewölft am 11.03.1966 kam sie als Alternative (Beschluß des Familienrates) zu einem 4. Kind in unser Haus in Bonn auf dem Venusberg. Diese Hündin war uns eine treue Begleiterin und Vater eine hervorragende, sehr führige Jagdhündin mit ausgeprägter Raubzeugschärfe (auch gegenüber Rauhaardackel) und „Fremdenfeindlichkeit“ . Damals eine durchaus normale Eigenschaft der DD. Bei einer solchen Hündin ist der Wunsch nicht weit eine Nachfolgerin zu züchten. Die Idee des A-Wurfes war geboren und wurde im Mai 1972 mit Bautz vom Runsenbach umgesetzt. Damals durften nur acht Welpen in einem Wurf liegen, es sei denn es wurde eine Amme hinzugezogen. [Auszug aus dem Merkblatt für den DD-Züchter vom 15.03.1969:“Die Zahl der aufzuziehenden Welpen aus einem Wurf ist auf höchstens acht festgesetzt. Überzählige Welpen sind vor Ausfertigung der Wurfmeldung schmerzlos zu töten.“] Ein weiteres interessantes Detail aus diesem Merkblatt ist, dass für jede Ahnentafel eines Hundes aus Hündinnen ohne Härtenachweis ein Zuschlag von 5,- DM erhoben wurde. Auch dies nachzulesen in dem o. erwähnten Merkblatt. Der lang ersehnte A – Wurf wurde mit Hackfleisch und anderem guten Futter groß gezogen und mir sind diese ersten Welpen noch lebhaft in Erinnerung, wie sie auf dem Komposthaufen das „Lösen an einem bestimmten Platz im Garten“ lernten, nach und nach den Garten in Beschlag nahmen und ihn zum Leidwesen meiner Mutter umkrempelten. Von da an war es um ihre Blumenpracht getan. Erst später in Holthusen gelang es ihr wieder einen Teil des Gartens für Blumen zu retten in dem Sie dafür sorgte, dass Hund und Blumen getrennt gehalten wurden. Das züchterische Interesse, das schon in Vaters Studium den Schwerpunkt bildete wurde nun auf die DD Zucht gelenkt. Warum er aus diesem Wurf keine Hündin behielt entzieht sich meiner Kenntnis, jedenfalls wurde Bessi noch einmal belegt, blieb aber im Alter von 8 Jahren leer. Als sie dann mit 15 Jahren ergraut starb, versuchte Vater aus dieser Linie eine Hündin zu erwerben, was ihm aber misslang und so kam es, dass er erst mit Fleur v. Hohenbusch wieder eine Hündin führte, die seinen hohen züchterischen Anforderungen genügte und mit der der 1987den B-Wurf nach Mirco vom Lindenvenn züchtete. In diesem Wurf traten mehrere bartlose DD auf, die jedoch weiter zur Zucht eingesetzt wurden. So begründete die Bonna mit ihrem A-Wurf nach Buttscher von der Furth den Zwinger vom Sagermeer. Der B-Wurf mit 11 Welpen forderte die ganze Familie und Mutter fütterte die Tiere schon früh mit der Flasche zu. Die Verwendung einer Babysaugers, in Unkenntnis der Sachlage, führte dann zu vermehrten Fehlern in der Zahnstellung, die leider dem Rüden Mirco angelastet wurden. Zwei Jahre später lag der C-Wurf nach Enno vom Kirschenberg. Auch hier wieder bartlose Hunde allerdings mit ausgeprägter Jagdpassion. Ich selber erhielt aus diesem Wurf meine erste Hündin „Cora“, die mich durch mein Studium begleitete und der ich viele Jagdeinladungen nach meinem Umzug nach Schleswig-Holstein verdanke. Auch Cora hatte keinen Bart, was sicherlich dazu beitrug die Bemerkungen anderer Hundeführer Lügen zu strafen und meinen Ehrgeiz anstachelte zu beweisen, dass auch ein kurzhaariger Drahthaar ein Drahthaar ist. Der Erfolg blieb nicht aus und die ersten 12er tauchten in unserer Zucht auf. Nun galt es den Bart züchterisch zu bearbeiten. Der A-Wurf vom Sagermeer bestach durch seine gleichmäßigen Welpen, alle mit Bart – das war unser Rüde. Inzwischen wechselte Vater in den wohlverdienten Ruhestand und zog wieder zurück in seine Heimat Ostfriesland, in sein Elternhaus nach Holthusen. Dort wurde dann 1991/92 der D-Wurf groß und unsere Rechnung ging auf, alle Welpen hatten ausreichend Bart! Dazu „kauften“ wir uns in der Kombination mit Buttscher eine gehörige Portion „Härte“ ein, die sich in der Leistung der Jugendsuchen widerspiegeln. Aus diesem Wurf erhielt mein Bruder eine Hündin, die erst kürzlich im hohen Alter starb. Die Schwester „Dora“ behielt Vater als zukünftige Zuchthündin. Durch Fleur vom Hohenbusch hatte er sich auf Schwarzschimmel umgestellt und wollte dabei bleiben. Dora brachte uns den E- Wurf nach Kastor vom Rödelberg. Ihr erster Wurf und gleich 10 Welpen. Diese Hündin bestach durch ihre Mutterinstinkte. Sie setzte z.B. die Welpen am Gesäuge so um, dass jeder Mal in den Genuss der hinteren, ergiebigeren Zitzen kam, so dass der Wurf sehr gleichmäßig wachsen konnte. Der Wurf entwickelte sich so gut, dass 1996 ein Wiederholungswurf fiel. Seit Vater mit Dora selber das erste Mal Hegewald führte, verfolgte er jedes Jahr diese Prüfung. Sie ist einzigartig in ihrem Informationswert für Züchter. Nirgends kann man so viele Hunde eines Jahrgangs sehen und Rückschlüsse ziehen auf die Vererbung einzelner Rüden mit verschiedenen Hündinnen. Dort sah Vater auch den Rüden Nick vom Isendorf, der aus seinem Jahrgang hervorstach. Nick wurde 1998 der Vater des G- Wurfes, aus dem Grille als Zuchthündin bei uns blieb. Leider verstarb Nick zu früh, sonst hätte Vater sicherlich noch einmal mit ihm gezüchtet. So wurde ein Jahr später „Axel del Zeffiro“ der Vater des H-Wurfs, ein ausgesprochen wesensfester, ruhiger und führiger Wurf, aus dem ich selber einen Rüden behielt. Potentielle Hegewaldkandidaten fehlte leider der M3. Bei DD leider immer noch ein zuchtausschließender Mangel, andere Zuchtvereine sehen das Fehlen des Weißheitszahnes schon längst als ein Zeichen der Evolution ohne züchterischem Interesse. Inzwischen
war Grille alt genug ihren ersten Wurf nach Ponto vom Hohenbusch zu haben.
Der I-Wurf war jedoch in der Hasenspur durchgehend nicht überzeugend und
so entschied sich Vater noch einen Wurf mit Dora zu züchten um vielleicht
eine bessere Hündin für die Zucht zu erhalten. Der J- Wurf nach Janko v.
Schwaneburg fiel im Februar 2001. Da nur 3 Hündinnen dabei waren
entschlossen Vater und ich uns jeweils eine schwarzschimmel Hündin zu
behalten, die bessere sollte es dann sein. Zur Jugendsuche war mit 73
Punkten noch Gleichstand, zur HZP war Janka die Bessere. Zur VGP hatte
Jagina dank der konsequenteren Ausbildung von Vater wieder die Nase vorn.
Da ich in diesen Jahren keine Möglichkeit zu züchten hatte, die VGP
wegen des Ablegens des Falknerscheines um ein Jahr verschob, züchtete
Vater erst mal mit Jagina den K- Wurf nach Olf die Costa Rubea. Die
Nachkommen des B- Wurfes vom Kronwittberg hatten uns von diesem Rüden überzeugt,
die auf der Hegewald im Wasser eine faszinierende Ruhe in Kombination mit
hoher Leistung zeigten. Diese Eigenschaft hat der Rüde komplett an den
K-Wurf weitergegeben. Der L-Wurf sollte ein Wiederholungswurf werden.
Endlich hatte Vater den Hund gezüchtet, den er sich vorstellte. Leider
war Olf di Costa Rubea zum Zeitpunkt der Hitze von Jagina schon
„ausgebucht und somit nicht einsetzbar. Sein Sohn „Nick vom Öchtringer
Forst“ sollte ihn ersetzen.....
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